Unsere Vision
Kulturelle Brücken zwischen Usbekistan und Deutschland
San’at – Forum für Kunst, Kultur und Wissenschaft e.V. ist eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in Berlin.
Der Verein arbeitet an der Schnittstelle von Kunst, Kultur und Wissenschaft und verfolgt das Ziel, den kulturellen und wissenschaftlichen Dialog zwischen Usbekistan, Deutschland und dem internationalen Raum zu fördern.
Der Fokus liegt auf der Entwicklung und Umsetzung von kulturellen, wissenschaftlichen und bildungsorientierten Projekten sowie auf dem Aufbau nachhaltiger internationaler Kooperationen zwischen Institutionen, Universitäten, Museen
und unabhängigen
Kulturschaffenden.
Entstehungsgeschichte
Am 2. Juni 2025 wurde im Rahmen der Unternehmerinnenkonferenz „Women in Business & Society: Unternehmerinnen aus Usbekistan und Deutschland im Dialog“ in der Botschaft der Republik Usbekistan in Deutschland der neue Verein „San’at – Forum für Kunst, Kultur und Wissenschaft e.V.“ vorgestellt. Die Konferenz, eröffnet vom Außerordentlichen und Bevollmächtigten Botschafter der Republik Usbekistan, Herrn Dilshod Akhatov, diente dem Austausch und der Vernetzung erfolgreicher Unternehmerinnen aus
beiden Ländern und betonte die zentrale Rolle aktiver Frauen in der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung.
Im Verlauf der Veranstaltung kündigte die in Berlin lebende Kulturschaffende Zukhra Rakhmatova die Gründung des Vereins San’at an. Begleitet wurde die Ankündigung von einer Ausstellung moderner usbekischer
Malerei mit Werken von Sharifa Sharafkhodjaeva, Nuriddin Rasulov und Diyor Razikov. Diese Kunstwerke haben eine bewegte Geschichte: Sie stammen aus der internationalen Wanderausstellung
„Blauer Container – Auf der neuen Seidenstraße“, die 2018 vom Deutsch-Chinesischen Kulturaustausch für Kunst und Design e.V. organisiert und in mehreren Ländern von China bis Deutschland gezeigt wurde.
Rettungsaktion für Kunstwerke in der Pandemie
Während der Corona-Pandemie geriet der Organisator der Ausstellung in Schwierigkeiten, wodurch das Schicksal der Werke ungewiss wurde. Auf Bitten der Künstler begab sich Zukhra Rakhmatova auf eine mehrwöchige Suche, konnte die Werke
ausfindig machen und retten – eine Tat, ohne die viele der Werke vermutlich verloren gegangen wären. Ihre Präsentation in der Botschaft wurde als „Wiedersehen mit der Heimat“ verstanden – ein Symbol für Erneuerung und das Wiedererstrahlen
der Farben usbekischer Kunst.
Die Ausstellung ging mit einem blauen Container wie dem unten gezeigten auf Reisen, entlang der neuen Seidenstraße.
Unglücklicherweise führte die einsetzende Pandemie beim Verantstalter der Ausstellung zu Zahlungsproblemen. Nach langen Recherchen unserer Gründerin Zukhra Rakhmatova wurde über die Kuratorin der Ausstellung der Lagerort der Werke
identifiziert. Die Werke waren nach der Ausstellung in einer Lagerhalle im Düsselorfer Süden eingelagert.
Umgehend schritten wir zur Tat: Die Sicherung der Werke erfolgte mit einem Transporter direkt aus der Lagerhalle. Der Transporter brachte die Kunstwerke in Sicherheit, nach Stuttgart, an den damaligen Wohnort unserer Gründerin.
Gründung des Vereins
Später erfolgte die Gründung des Vereins San’at, im wesentlichen durch die Beteiligten an dieser Aktion.
Ziel des Vereins ist es, usbekische Kunst und Kultur international zu fördern, kulturelle und wissenschaftliche Beziehungen zwischen Usbekistan und anderen Ländern zu stärken sowie Austausch, Bildung und gesellschaftliche Teilhabe
zu unterstützen. Dazu plant der Verein die Organisation von Konferenzen, Ausstellungen, Meisterklassen, Foren und kulturellen Begegnungen. Außerdem sollen talentierte Künstler:innen gefördert und Partnerschaften zwischen Hochschulen
in Usbekistan und Deutschland aufgebaut werden.
Zu den Mitgliedern des Vereins gehören neben den „Rettern der Werke“ auch Führungskräfte großer deutscher Unternehmen wie Bosch, Volkswagen und der Deutschen Bahn sowie Studierende in Deutschland – ein Zeichen für den interkulturellen
Charakter und den Brückenbau zwischen den Kulturen, den San’at sich zum Ziel gesetzt hat.