Am Sonntag, den 25. Oktober, verwandelte San’at – Forum für Kunst, Kultur und Wissenschaft e.V. anlässlich des 35. Unabhängikeitstages der Republik Usbekistan und des einjährigen Jubiläums von San’at Forum einen Berliner Veranstaltungsort in einen Treffpunkt usbekischer Kultur und Gastfreundschaft. Im Mittelpunkt stand die gemeinsame Zubereitung des traditionellen Taschkenter Hochzeitsplovs unter Anleitung des Chefkochs Shokhayit Odilov. Begleitet wurde das Live-Cooking von einer vielseitigen Präsentation usbekischer angewandter und bildender Kunst, traditioneller Kleidung, Musik und Tänzen aus verschiedenen Regionen des Landes.
Ein kulinarisches Erlebnis: Die Tradition des Taschkenter Hochzeitsplovs
Mit seinen kulturellen Initiativen verfolgt San’at Forum das Anliegen, die reiche Kultur, die Traditionen und das immaterielle Kulturerbe Usbekistans einem internationalen Publikum näherzubringen und Räume für authentische interkulturelle Begegnungen zu schaffen. Ziel dieser Veranstaltung war es, den Menschen in Berlin sowie allen an Zentralasien Interessierten die Möglichkeit zu eröffnen, Usbekistan unmittelbar und mit allen Sinnen zu erleben – ohne Berlin verlassen zu müssen. Durch die Verbindung traditioneller usbekischer Küche, insbesondere der Zubereitung des Taschkenter Hochzeitsplovs, mit kulturellen Darbietungen, Musik, Tanz, Kunsthandwerk und Einblicken in die überlieferten Bräuche sollte nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch jene besondere Atmosphäre erfahrbar werden, die die usbekische Kultur auszeichnet: Herzlichkeit, Offenheit, Wärme und eine tief verwurzelte Gastfreundschaft. Unser Anspruch war es, einen Ort der Begegnung zu schaffen, an dem Kultur nicht nur präsentiert, sondern erlebt und persönlich erfahren wird – sodass die Gäste für einige Stunden in die kulturelle Welt Usbekistans eintauchen und Berlin mit dem Gefühl verlassen, eine besondere Reise erlebt zu haben. Mit großer Freude können wir sagen, dass dieses Anliegen Wirklichkeit geworden ist.
Unter der Anleitung des Küchenchefs Shokhayit Odilov, der für die Usbekische Botschaft in Berlin tätig ist, erhielten die Gäste einen Einblick in die Zubereitung des traditionellen Taschkenter Hochzeitsplovs, eines der bedeutendsten Gerichte der usbekischen Küche. Dabei wurden nicht nur die Zutaten und einzelnen Arbeitsschritte erläutert, sondern auch die Bedeutung des Gerichts für die usbekische Ess- und Festkultur vermittelt.
Die Zubereitung im traditionellen großen Kochkessel wurde zum Mittelpunkt des gemeinsamen Nachmittags. Die Gäste konnten den Entstehungsprozess unmittelbar verfolgen und anschließend den frisch zubereiteten Plov gemeinsam genießen.
Usbekische Kultur mit allen Sinnen entdecken
Ein besonderes Merkmal der Veranstaltung war die umfassende kulturelle Präsentation. Die Gäste konnten nicht nur über usbekische Traditionen und Bräuche erfahren, sondern sie unmittelbar erleben.
Vorgestellt wurden angewandte Kunst, darunter Keramik, wie traditionelle Lagan-Teller aus Gijduvan, sowie die für Usbekistan charakteristische Stickkunst – Taschkenter Suzani. Zudem wurde bildende Kunst aus Usbekistan, darunter zeitgenössiche Gemälde, präsentiert.
Ein weiterer Höhepunkt war die Präsentation traditioneller Kleidung aus verschiedenen Regionen des Landes. Farbenprächtige Kleider, Gewänder, Mäntel und bestickte Doppi-Kopfbedeckungen vermittelten einen Eindruck von der regionalen Vielfalt usbekischer Textil- und Trachtenkultur. Die Gäste hatten außerdem die Möglichkeit, ausgewählte Kleidungsstücke anzuprobieren und sich selbst ein Stück dieser Tradition näherzubringen.
Musik und Tanz – die Vielfalt Usbekistans
Das kulturelle Programm wurde durch traditionelle Tänze aus Surxondaryo und dem Ferghanatal bereichert. Die unterschiedlichen Tanzstile brachten die kulturelle Vielfalt der usbekischen Regionen zum Ausdruck und verliehen dem Nachmittag eine besondere Atmosphäre.
Auch die usbekische Teekultur und die Bedeutung gemeinsamer Mahlzeiten im gesellschaftlichen Leben wurden vorgestellt. So erhielten die Gäste einen Einblick in jene Traditionen, die seit Generationen ein wichtiger Bestandteil des usbekischen Alltags und der Gastfreundschaft sind.
Ein Stück Usbekistan – mitten in Berlin
Das Besondere an diesem Sonntag war das Zusammenspiel aller kulturellen Elemente. Kulinarik, Kunsthandwerk, traditionelle Kleidung, Musik, Tanz und persönliche Begegnungen verschmolzen zu einem gemeinsamen Erlebnis.
Besucherinnen und Besucher aus Wirtschaft, Kultur und Kunst, aus Zentralasien und aus Europa, konnten Usbekistan nicht nur kennenlernen. Sie konnten Usbekistan für einige Stunden tatsächlich erleben – durch seine Aromen, Farben, Klänge, Traditionen und die herzliche Atmosphäre seiner Gastfreundschaft.
Mit diesem besonderen Veranstaltungsformat setzte San’at Forum einen neuen kulturellen Impuls in Berlin. Ziel war es, die usbekische Kultur nicht nur vorzustellen, sondern sie in ihrer ganzen Vielfalt erlebbar zu machen und Menschen durch gemeinsame Erfahrungen miteinander zu verbinden.
Ein Sonntag. Ein Stück Usbekistan. Ein unvergessliches kulturelles Erlebnis – mitten in Berlin.
San’at – Forum für Kunst, Kultur und Wissenschaft e.V. bedankt sich herzlich bei allen Mitwirkenden, Gästen und Unterstützern, die diesen besonderen Tag möglich gemacht haben.











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